BImA baut Dokumentationszentrum für Vertreibung
Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrum wird in das "Deutschlandhaus" in Berlin einziehen.
Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung wird mit ihrem Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrum in das BImA-eigene Deutschlandhaus in Berlin einziehen. Bei der Ausstellungseröffnung der Wettbewerbsergebnisse am 30. November 2011 rückte der Vorstandssprecher der Bundesanstalt, Dr. Jürgen Gehb, vor zahlreichen Gästen, u.a. Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Staatssekretär Rainer Bomba (BMVBS), Stiftungsdirektor Prof. Dr. Manfred Kittel sowie der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach MdB, in einer launigen Rede die BImA ins rechte Licht:
Nicht nur als Ausloberin, als die die Bundesanstalt in der Begrüßung von Frau Hückelheim-Kaune vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung vorgestellt wurde, spiele sie im Zusammenhang mit dem Architektenwettbewerb eine Rolle.
„Uns gehört schließlich das Deutschlandhaus, wir sind also Eigentümer und ganz nebenbei auch noch Bauherr bei der Umgestaltung des Deutschlandhauses für Zwecke der Stiftung“ umschrieb Gehb, der zugleich eines von 17 Jurymitgliedern gewesen war, mit einem Augenzwinkern die Stellung der BImA.
In diesem Zusammenhang brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, das Projekt mit baufachlicher Unterstützung des BBR realisieren zu können, gratulierte dem letztlich zum Zug kommenden Architektenbüro Marte.Marte aus Österreich und wünschte dem Nutzer des neuen Zentrums viel Erfolg und ein reges Besucherinteresse.
Der Siegerentwurf, der nach entsprechenden Verhandlungen nun realisiert werden soll, berücksichtigt flexible Ausstellungsflächen, einen Veranstaltungssaal und gestaltet die rückwärtige Fassade der Liegenschaft durch ein den Entwurf prägendes großes Panoramafenster in Richtung Wilhelmstraße. Staatssekretär Rainer Bomba, stellte die Eröffnung des Museums für das Jahr 2015 in Aussicht.
Als vorausschauend hat es sich erwiesen, das Deutschlandhaus wegen seiner für den Bund interessanten Lage in der Nähe zum Martin-Gropius-Bau und zur Topographie des Terrors nicht aus der Hand gegeben zu haben. Mit dem neuen Ausstellungsbereich entstehen zeitgleich moderne Büroflächen in den Etagen ab dem 3. OG. Die beiden Ladenlokale im Erdgeschoss, das heutige Café Stresemann (frühere Mokka-Express-Stube) und der von der Gaststätte „Zur Traube“ genutzte Bereich sowie der zur Zeit leerstehende Zeitungsladen können nach der Zeit des umfänglichen Umbaus des Deutschlandhauses wieder als Gewerbeflächen genutzt werden und werden damit zusätzlich zur Belebung des Hauses beitragen.
Damit wird das Deutschlandhaus nach dem Umbau für das Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationsszentrum der Stiftung Flucht, Vertreibung und Versöhnung ein weiterer Anziehungspunkt des kulturell und historisch nicht eben armen Berlins werden.

