Tatort Heidesiedlung
Millionendeal
Köln: Mit einem von langer Hand vorbereiteten Deal wurde ein Investor aus dem Raum Münster beim Kauf von Wohnungen um acht Millionen Euro erleichtert. Mit europaweiter Bekanntmachung vom 28.02.2009 suchte die Bundesanstalt einen finanzstarken Interessenten, der die Restflächen der Heidesiedlung in Köln-Dellbrück kauft. Kenner der Szene gehen davon aus, dass das Planungsamt der Stadt Köln durch die Vorgabe konkreter Nutzungsvorstellungen die Bundesanstalt zu dieser Tat anstiftete und unterstützte.
Die Sendung „Tatort“ war Anlass, den sich anschließenden Verkauf der Restflächen der Heidesiedlung einmal anders - nämlich als Kriminalfall - zu schildern. Viel Spaß beim Lesen!
Dreharbeiten in der Heidesiedlung
Die Dreharbeiten zum Tatort „Der doppelte Lott“ fanden in der Zeit vom 4. April - 3. Mai 2005 in Münster und Umgebung, sowie in Köln statt. Hier diente auch die zu dieser Zeit leerstehende, ehemals von den Angehörigen der belgischen Streitkräfte genutzte Heidesiedlung als Kulisse für Außenaufnahmen. Für die Filmarbeiten wurde für einen Tag der Krokusweg gesperrt. Um der unbewohnten Siedlung Leben einzuhauchen, wurden Kinderschaukeln, Gartenmöbel u. a. aufgestellt, die Fenster der leeren Wohnungen mit Vorhängen versehen und der Krokusweg mit zahlreichen Statisten bevölkert.
Der „Münster-Tatort“ wurde am 22. November 2005 erstmals in der ARD ausgestrahlt und erreichte eine Zuschauerquote von 9,38 Mio. / 24,5 % Marktanteil. Weitere interessante Informationen zu den Tatortfilmen finden Sie im Internet.
Vorliegende Dokumente beweisen, dass erste europaweite Aktivitäten der sogenannten BImA bereits im Februar 2009 durchgeführt wurden. Trotz des frühen, präventiven Einsatzes vom Tatortteam Münster am Ort des Geschehens, konnte die durchdachte und konsequent ausgeführte Verkaufsaktion nicht mehr verhindert werden.
Auch die verbliebenen Restflächen der Heidesiedlung wechselten daher den Eigentümer. Dazu gehörten bebaute und unbebaute Flurstücke. Insgesamt haben rund 35.000 m² den Besitzer gewechselt. Damit es zur Geldübergabe an die BImA kommen konnte, musste sich der Käufer richtig anstrengen. Denn im Vorfeld des Deals mussten sechs weitere Kaufinteressenten ausgeschaltet werden.
Der Käufer gab an, lediglich 11 der über 50 Wohneinheiten einer Bestandnutzung zuführen zu wollen. Die restlichen Wohnungen sollen abgerissen und die Fläche neugeordnet werden.
