Facility Management Kongress 2010
Best Paper Award ging an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Der Facility Management Kongress 2010 in Frankfurt/ Main, veranstaltet neben der gleichzeitig stattfindenden Facility Management Messe, bot vom 9. bis zum 11. März eine Plattform für einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch. Für die Vertreter der öffentlichen Hand gab insbesondere der Vortragsblock „FM im öffentlichen Bereich“ mit sechs Fachvorträgen Impulse für die berufliche Praxis. Er wurde thematisch von der Podiumsdiskussion zum Thema „Welche Zertifizierung ist nachhaltig?“ ergänzt. Moderiert von Annette von Hagel (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) und Prof. Dr. Kunibert Lennerts (Uni Karlsruhe) wurden von Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme (u. a. das aktuelle Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundesministeriums für Verkehr-, Bau- und Stadtentwicklung) diskutiert. Im Fokus standen u. a. die zukünftige Zertifizierungspraxis sowie die Rolle des Staates als Kontrollinstanz.
Traditionell werden jedes Jahr aus allen eingereichten Fachbeiträgen des FM-Kongresses drei ausgewählt, welche am meisten durch Neuigkeitsgehalt, Aktualität und Praxisbezug überzeugen und mit dem Best Paper Award prämiert. Eine dieser Auszeichnungen ging dieses Jahr an zwei Kollegen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, an Gabriela Grabke und Andreas Wosnik vom Kompetenzzentrum für Beratung in Bauherrenfragen, für ihren Beitrag: „Praxiserfahrungen bei der Optimierung vom zukünftigen Immobilienbestand: Methodik zur Einbindung von FM-Aspekten sowie Nachhaltigkeitszielen in die Planungs-/ Architekturwettbewerbe“. Der Manuskripttext zum Fachvortrag von Gabriela Grabke wurde in dem Kongress-Tagungsband veröffentlicht.
Das vorgetragene Thema basiert u. a. auf den Erfahrungen des Kompetenzzentrums bei verschiedenen Neubauprojekten der Bundesanstalt in den letzten fünf Jahren. In der Phase des Architektur- / Planungswettbewerbes werden viele Planungsentscheidungen getroffen, die nicht nur die Errichtung, sondern auch die weiteren Lebenszyklusphasen eines Gebäudes, darunter vorrangig die Nutzungsphase, beeinflussen. Daher gilt: je früher die FM-Aspekte berücksichtigt und die Nachhaltigkeitsziele gesichert sind, desto besser kann das zukünftige Immobilienportfolio in vielfacher Hinsicht optimiert werden.
Die Auszeichnung mit dem Best Paper Award für die ausgearbeitete Methodik freut umso mehr, weil es die Aktualität und Bedeutung dieses Themas unterstreicht. Bereits im Rahmen der Kongresseröffnung fand eine offizielle Preisverleihung des Best Paper Awards statt. Den Gewinnern wurde eine symbolische Auszeichnung in Form einer Trophäe überreicht.
Einen Grund zur Freude hatten aber nicht nur die Autoren des ausgezeichneten Fachbeitrags: Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von 500 Euro wurde von den Preisträgern der Bundesanstalt an eine gemeinnützige Organisation in Deutschland gespendet. Alle ausgezeichneten Beiträge erschienen, aus redaktionellen Gründen leicht gekürzt, in der diesjährigen April-Ausgabe der Fachzeitschrift „Der Facility Manager“.


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