Die Bundesanstalt als Bauherrin: Das neue Familienministerium in Berlin
Die Glinkastraße in Berlin-Mitte ist die neue Adresse des Berliner Dienstsitzes des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das sogenannte „Konsonantenministerium“ hat seinen Neubau in der Berliner Friedrichstadt bezogen.
Neubauansicht
Das BMFSFJ war während der Bauzeit in einer Mietliegenschaft der Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft am Alexanderplatz untergebracht. Der von der Bundesanstalt als Bauherr mit einem Kostenaufwand von ca. 51,8 Mio. Euro realisierte Ministeriumsbau konnte nach dreijähriger Bautätigkeit vom Ressort Anfang dieses Jahres bezogen und in Nutzung genommen werden. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung unterstützte die Bundesanstalt bei der baufachlichen Umsetzung des Bauvorhabens.
Der Gebäudekomplex integriert erhaltene Bestandsgebäude der Gründerzeit, die in das Gesamtensemble einbezogen wurden, sowie einen städtebaulich anspruchsvollen Neubau, der am ehemaligen Standort des Plattenbaus Glinkastraße an der Frontseite errichtet wurde.
Einbeziehung der Altbauten
Die funktionale Einheit der zum Teil denkmalgeschützten Bestandsgebäude mit dem Erweiterungsneubau verleiht dem Dienstsitz des BMFSFJ eine unverwechselbare Identität. Der Dienstsitz des Familienministeriums wurde unter Inanspruchnahme von Bestandsgebäuden der Bundesanstalt errichtet. Der noch zu DDR-Zeiten errichtete Plattenbau an der Glinkastraße musste dem Neubauvorhaben weichen.
Im Vorfeld des Baubeginns wurde schon durch die damalige Bundesvermögensverwaltung (Bundesvermögensamt Berlin II) mit der Arrondierung der für die Verwirklichung des Bauprojektes erforderlichen Grundstücksflächen begonnen.
Teilabriss im Hof
Mit dem Land Berlin wurde im Dezember 2006 Einigung über den Tausch der für das Projekt erforderlichen Liegenschaft Taubenstraße 46 und Jägerstraße 10/11 erzielt. Die dort untergebrachten Einrichtungen der Humboldt-Universität wurden an einen anderen Standort in Berlin verlagert.
Die logistisch anspruchsvollen Abriss- und Baumaßnahmen im Innenstadtbereich Berlins schritten zügig voran, so dass bereits im April 2008 unter der damaligen Ministerin Ursula von der Leyen das Richtfest gefeiert werden konnte.
Auf einer 10.000 m² großen Gesamtfläche wurden neben Büros und Konferenzräumen auch großzügige, öffentliche Bereiche wie Besucherzentrum und Gastronomie integriert.
Über 250 Berliner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bezogen im Februar 2010 ihre Büros in dem neuen Dienstsitz.
Abtragen des Plattenbaus aus dem Jahr 1989
Die Kolleginnen und Kollegen der Direktion Berlin betreuen den Ministeriumsstandort umfassend im Einheitlichen Liegenschaftsmanagement. Die technischen und infrastrukturellen Dienstleistungen im Facility Management werden durch Verträge mit einer privaten Betreiberfirma sichergestellt.
Für die mögliche Erweiterung des Ressorts ist Vorsorge getroffen. In den angrenzenden Bestandsgebäuden der Bundesanstalt ist Erweiterungspotential für zusätzlichen Flächenbedarf des Ministeriums vorhanden.
