Wolfcenter eröffnet
Ausgefallene Nachnutzung auf Flächen aus dem Verkaufsportfolio der Bundesanstalt
Nach Abschluss der durch das Verkaufsteam Soltau geführten Verhandlungen konnte im Dezember 2009 ein Kaufvertrag geschlossen werden, der die Bereitstellung geeigneter Flächen für die Eröffnung eines Wolfcenters regelte. Fast 3 Jahre hatte es gedauert, bevor die 4,6 ha große Fläche endlich zur Verfügung stand. Dabei hatten die Sparten Verkauf, Bundesforst, Facility Management und Portfoliomanagement ordentlich Hand in Hand gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dörverden verlief sehr konstruktiv. Nach der Schließung der von der Bundeswehr bereits angemieteten „Niedersachsenkaserne“ in Barme im September 2003, darf die Gemeinde nun zumindest auf einen gewissen wirtschaftlichen Aufschwung hoffen. Denn für die Kaserne wurde noch kein Nachnutzer gefunden.
Wolfspaar auf Baumstämmen (Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung: © www.wolfcenter.de)
Die Eheleute Faß arbeiteten in den vergangenen Jahren unermüdlich an der Verwirklichung ihres aus Kanada mitgebrachten Traumes. Nun ist er Wirklichkeit geworden:
In Dörverden-Barme im Landreis Verden/Aller öffnete im April 2010 das neue Wolfcenter. Es ist das einzige seiner Art in Deutschland und die Eheleute hoffen auf zahlreiche Besucher. Umfassend und objektiv soll hier über Verhalten, Lebensraum, soziale Strukturen, Jagd und Schutz von Wölfen informiert werden.
Bisher steht vier Wölfen ein ca. 11.000 m² große Gehege zur Verfügung. Es ist mit einem kleinen See und Höhlen als Rückzugsmöglichkeit ausgestattet. Für die Besucher wurden außerdem ein Kleintierstreichelzoo, ein Naturspielplatz und ein Indianerdorf mit großen Tipis gebaut.
Anordnung der Gehege (Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung: © www.wolfcenter.de)
Bis vor kurzem noch Ingenieur für Luft- und Raumfahrtechnik bzw. Industriekauffrau, gab das Ehepaar sein bis dahin normales Berufsleben auf, um sich mit aller Hingabe den europäischen Grauwölfen zu widmen.
Etwa Anfang Mai 2010 werden vier Welpen in das zweite ca. 9.000 m² große Gehege einziehen. Während der ersten Lebenswochen werden sie unter tierärztlicher Aufsicht mit der Milchflasche gefüttert und per Hand aufgezogen.
Ab Sommer 2010 wird den Besuchern eine vom Universum Bremen konzipierte, interaktive Dauerausstellung geboten.
Wenn das geplante Konzept aufgeht, soll das Gelände erweitert werden. Hierfür hat die Bundesanstalt auch noch weitere Flächen im Bestand.
Wolfswelpe (Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung: © www.wolfcenter.de)
