Energetische Sanierung / Energetisches Bauen

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Mit den „Eckpunkten Energieeffizienz“ hat die Bundesregierung 2011 umfangreiche Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs beschlossen. Die Bundesbauten sollen dabei eine Vorbildfunktion einnehmen. Ziel ist es, den Wärmebedarf bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren; darüber hinaus strebt die Bundesregierung an, bis 2050 den Primärenergiebedarf um 80 Prozent zu vermindern (Bezugsjahr jeweils 2010).

Senkung des Wärme-, Strom- und Kostenfaktors

Vor diesem Hintergrund hat die BImA einen Energetischen Sanierungsfahrplan Bundesliegenschaften (ESB) für die in ihrem Eigentum befindlichen Liegenschaften im Einheitlichen Liegenschaftsmanagement (ELM) erarbeitet. Dabei galt es, gemäß Vorbilderlass zur Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) nicht nur den Endenergieverbrauch für Wärme und Strom bis 2020 zu senken, sondern auch die damit verbundenen Energiekosten zu reduzieren und bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutraler Gebäudebestand zu erreichen.

Energetischer Sanierungsfahrplan Bundesliegenschaften

Gegenstand des ESB der BImA sind circa 2.200 energierelevante Liegenschaften aus dem ELM mit einer beheizten Nettogrundfläche (NGF) von über 22 Millionen Quadratmetern.

Für eine zeitnahe Umsetzung des ESB wurde als erster großer Schritt mit der Erstellung von Liegenschaftsenergiekonzepten (ESB-LEK) für rund 300 energierelevante Liegenschaften aus dem ELM begonnen. Die zeitnahe Umsetzung der ermittelten Sanierungsmaßnahmen stellt den nächsten großen Schritt bei der Erfüllung der energie- und umweltpolitischen Ziele der Bundesregierung dar.

In 2012 wurde die energetische Sanierung von insgesamt sieben Unterkunftsgebäuden des BWZ Sigmaringen durchgeführt. Durch die Umsetzung des Energiekonzeptes werden seitdem Reduzierungen der Energieverbräuche bis zu 45 Prozent erreicht.