Drei neue Windkraftanlagen in Betrieb

Klimaschutz auf BImA-Flächen

Errichtung der Windenergieanlagen (Foto: Andreas Wolters/BImA).

Bonn/Siggelkow, 11. Dezember 2017. Südlich des Siggelkower Ortsteiles Redlin in Mecklenburg-Vorpommern wird seit September auf Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz geleistet: Hier sind drei neue Windenergieanlagen der 3-Megawatt-Klasse errichtet worden. Ihre Rotoren fangen nun die Kraft des Windes ein und erzielen dabei eine Nennleistung von rund zehn Megawatt.

„Mit dem Windpark Siggelkow-Redlin konnte jetzt das dritte erfolgreiche Windenergieprojekt in den vergangenen drei Jahren auf BImA-Flächen umgesetzt werden“, freut sich Jakob Päffgen, Leiter des in der Bonner BImA-Zentrale eingerichteten Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien. „Die Anlagen werden jährlich circa 21 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. Das reicht aus, um circa 6.000 Haushalte mit erneuerbarem Strom zu versorgen und dabei jährlich rund 12.000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxid einzusparen.“ Der gesamte Windpark Siggelkow-Redlin besteht aus zehn Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 30 Megawatt.

Bei der Arbeit: zwei der drei neuen Windkraftanlagen im Windpark Siggelkow-Redlin (Foto: Gneomar v. Natzmer/BImA).

Fünfjähriger Planungsprozess

Die BImA-Flächen waren durch die Sparten FM und PM in der Direktion Rostock auf ihr Potenzial für Erneuerbare Energien (EE) hin überprüft und anschließend im März 2012 zur Nutzung durch Windkraftanlagen am Markt angeboten worden. Nach erfolgreicher Bieterauswahl und intensiven Vertragsverhandlungen wurde im Herbst 2013 ein Gestattungsvertrag mit einem auf Windenergie spezialisierten Unternehmen abgeschlossen.
Schließlich konnte nach fünfjährigem Planungsprozess und Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz im Januar 2017 mit dem Bau der Windenergieanlagen begonnen werden. Die Anlagen vom Typ Enercon E101 haben einen Rotordurchmesser von 101 Meter und sind insgesamt rund 186 Meter hoch.

Ein Gewinn

Nicht nur für den Projektierer und die Umwelt sind die neuen Windkraftanlagen ein Gewinn – auch für die BImA. Denn sie kann durch die im Gestattungsvertrag vereinbarten Nutzungsentgelte für die Errichtung und den Betrieb der Windenergieanlagen weitere Einnahmen verbuchen. Neben den in Brandenburg gelegenen Windparks Chransdorf-West bei Großräschen sowie Uckley Nord bei Königs Wusterhausen, dem derzeit leistungsstärksten Windpark auf BImA-Flächen, wurde mit dem Windpark Siggelkow-Redlin nun das nächste erfolgreiche Windenergieprojekt auf einem Areal der Bundesanstalt umgesetzt.