BImA baut auf ehemaliger Wohnsiedlung der US-Streitkräfte in Heidelberg
58 Wohnungen im Patrick-Henry-Village fertiggestellt

Freuten sich über die Fertigstellung der beiden Wohngebäude (von links): Jürgen Odszuck (Erster Bürgermeister Heidelberg), Bernhard Bauer (Geschäftsführer der Bauunternehmung Diringer & Scheidel), Jürgen Nelson (Leiter Bundesbaumaßnahmen beim staatlichen Hochbauamt), Neumieter Vincent Busch, Neumieterin Iva Pfeifer, Eckart Würzner (Oberbürgermeister Heidelberg), Susanne Dübon (Leitung Hauptstelle Portfoliomanagement bei der BImA), Axel Kolfenbach (Spartenleitung Portfoliomanagement bei der BImA), und Nicolas Morlo (Projektverantwortlicher der BImA für das Bauvorhaben Patrick-Henry-Village) (Fotos: BImA).
Bonn/Heidelberg, 29. September 2026. Das Patrick-Henry-Village (PHV) soll im Zuge seiner Entwicklung der 16. Stadtteil von Heidelberg werden. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist Eigentümerin der ehemaligen Siedlung der US-Army und hat zwei Gebäude in moderne Wohnhäuser umgebaut. Jetzt feierte die BImA das Einweihungsfest. 58 Wohnungen sind ab Oktober 2026 bezugsfertig.
Das Patrick-Henry-Village, eine ehemalige Liegenschaft der US-Streitkräfte, wurde im Jahr 2014 an die BImA zurückgegeben. Die rund 100 Hektar große Wohnsiedlung soll ein neuer Stadtteil Heidelbergs werden und wird in Teilen von der BImA entwickelt. Diese schafft in den nächsten Jahren mit insgesamt bis zu 450 neuen Wohnungen dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum in dem Quartier. Das Paket 1 des Bauvorhabens der BImA steht nun vor dem Abschluss. Die ersten beiden Gebäude mit 58 Wohnungen sind fertig.
Susanne Dübon, Leiterin der Hauptstelle Portfoliomanagement Freiburg der BImA, sagte bei der Einweihungsfeier: „Wir freuen uns, dass wir die ersten zwei Gebäude nun schließlich für Mieterinnen und Mieter zur Verfügung stellen können und das früher militärisch genutzte Areal eine erfolgreiche Konversion erfährt, auch wenn einige Bereiche weiterhin durch den Bund genutzt werden. Es ist ein bedeutsamer Auftakt für die Entwicklung des Patrick-Henry-Village.“

Das erste kernsanierte Wohngebäude ist bezugsbereit.
Einigkeit um zukünftige Entwicklung des PHV
Mit den beiden Wohngebäuden sind damit die ersten Wohnungen überhaupt seit dem Abzug der US-amerikanischen Streitkräfte bezugsbereit. „Mit den ersten fertiggestellten Wohnungen nimmt PHV als Stadtteil der Zukunft weiter Gestalt an. PHV ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung Heidelbergs und hat für unsere Stadt große Bedeutung. Umso wichtiger ist es, dass es jetzt auch bei der weiteren Entwicklung vorangeht. Mit der vor kurzem vereinbarten Absichtserklärung sind dafür wichtige Weichen gestellt. Ich freue mich darauf, dass PHV in den kommenden Jahren weiter wächst und zu einem vielfältigen und lebendigen Stadtteil für die nächste Generation wird“, betonte Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner. In der Absichtserklärung hatten sich die Stadt Heidelberg, die BImA und das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) im Juli 2026 auf eine künftige Nutzung des PHV geeinigt. Demnach kann die Stadt das PHV als Wohnquartier auch unter Berücksichtigung des Flächenbedarfs der Bundeswehr weiterentwickeln.

Das zweite Wohngebäude wurde doppelt aufgestockt mit einer komplett neuen Dachkrone.
Aufgestocktes Dach in Holz-Hybrid-Bauweise
Die jetzt bezugsfertigen 58 Wohnungen sind ein erster Vorgeschmack auf diese Flächenentwicklung. Seit 2025 hat die BImA als Bauherrin mit dem Hochbauamt Heidelberg die Bestandsgebäude aus den 1950er-Jahren saniert und aufgestockt. Eines der Gebäude erhielt eine Krone, also eine doppelte Aufstockung mit einem modernen Flachdach. Allein der Dachbereich bietet nun zwölf Wohnungen und wurde in nachhaltiger Holz-Hybrid-Bauweise gefertigt. Beide Gebäudedächer wurden mit Photovoltaik-Anlagen versehen.
Die Wohnungen bleiben dauerhaft im Bestand der BImA und werden von ihr selbst verwaltet. Sie werden bereits über das Vermietungsportal der BImA inseriert. Wie bei Wohnungen der BImA üblich, werden diese im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes zunächst Bundesbediensteten angeboten, also etwa den Beschäftigten von Zoll, Bundespolizei und Bundeswehr. Wohnungen, die in diesem Rahmen nicht vergeben werden, stehen danach zu den gleichen Konditionen auf dem freien Markt zur Verfügung. Damit trägt die BImA aktiv zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes vor Ort in Heidelberg bei.