BImA startet umfassende Bodensanierung
PFAS auf dem ehemaligen NATO-Flugplatz Bitburg

Der Übersichtsplan zeigt die Lage der im Bau befindlichen PFAS-Sicherungsbauwerke auf dem ehemaligen NATO-Flugplatz Bitburg (Quelle: BImA/LBB, Arcadis, 2025).
Bonn/Bitburg, 26. Juni 2026. Auf dem ehemaligen NATO-Flugplatz Bitburg beginnen umfangreiche PFAS-Bodensanierungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Ziel der Maßnahmen ist es, PFAS-belastete Böden auf dem ehemaligen Militärflugplatz fachgerecht zu sichern und den Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser weiter zu reduzieren. PFAS sind langlebige und mobile Stoffe, die sich in der Umwelt kaum abbauen. Sie können über das Sickerwasser aus belasteten Böden ausgewaschen werden und so in das Grundwasser gelangen. Deshalb kommt dem kontrollierten Umgang mit belastetem Bodenmaterial eine besondere Bedeutung zu.
„Das Vorgehen auf dem ehemaligen Flugplatz Bitburg ist besonders, weil hier die Sanierung von mehreren PFAS-Schadensbereichen mit der Entwicklung des ehemaligen Militärstandortes verbunden wird. Belastete Böden werden kontrolliert verlagert und innerhalb des genehmigten Sanierungsbereiches gezielt gesichert. Sanierung und Konversion werden damit zusammen gedacht: Die Altlastenbearbeitung ist ein zentraler Baustein, um eine geordnete Nachnutzung des Standortes zu ermöglichen“, erklärt Axel Kolfenbach, Leiter des zuständigen Geschäftsbereichs Portfoliomanagement der BImA. „Die Bauarbeiten starten jetzt und die Sicherungsbauwerke sollen bis Ende 2027 hergestellt werden.“
Errichtung von Sicherungsbauwerken für PFAS-Belastungen
Im Bereich der ehemaligen Sondereinsatzübungsfläche und des ehemaligen Feuerlöschübungsplatzes West werden zur PFAS-Sanierung zwei Sicherungsbauwerke mit einer Fläche von 14.000 Quadratmetern und 40.000 Quadratmetern errichtet. „Technische Abdichtungen sowie die kontrollierte Fassung und Reinigung von Sickerwasser werden den Wirkungspfad Boden–Sickerwasser–Grundwasser unterbrechen“, erklärt Axel Kolfenbach. Die Kosten für die PFAS-Bodensanierung dieser Teilflächen belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro brutto und werden von der BImA getragen.

Das Luftbild zeigt den Zustand des westlichen Bereichs des ehemaligen NATO-Flugplatzes Bitburg vor dem Beginn der PFAS-Sanierungsmaßnahmen (Quelle: BImA/LVermGeoRP, 2025).
Umfangreiche Vorplanungen
Die mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord abgestimmten und in bodenschutzrechtlichen Bescheiden konkretisierten Maßnahmen dienen dem Schutz des Grundwassers. Aufgrund der fachlichen und rechtlichen Komplexität des Schadensfalls waren umfangreiche Vorplanungen und Genehmigungen erforderlich. Vor Beginn der Bauarbeiten untersuchten und bewerteten Gutachter die Belastungsschwerpunkte, den Bodenaufbau, die Grundwasserverhältnisse sowie mögliche Ausbreitungswege. Auf dieser Grundlage konnten dann die aktuellen Sanierungskonzepte entwickelt, mit den zuständigen Behörden abgestimmt, genehmigungsrechtlich abgesichert sowie planerisch, baulich und vergaberechtlich vorbereitet werden.
Landesbauverwaltung unterstützt die BImA
Die BImA hat das Amt für Bundesbau Rheinland-Pfalz mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt. Die Bauleistungen wurden durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung, Niederlassung Trier, europaweit ausgeschrieben. Die Ausschreibung für die Errichtung von PFAS-Sicherungsbauwerken im Bereich der ehemaligen Sondereinsatzübungsfläche und des ehemaligen Feuerlöschübungsplatzes West wurde im Mai 2026 abgeschlossen. Die entsprechenden Aufträge für die PFAS-Sanierung wurden erteilt.
Planung für den östlichen Bereich
Für die weitere PFAS-Bodensanierungsmaßnahme am ehemaligen Feuerlöschübungsplatz Ost liegt inzwischen der bodenschutzrechtliche Bescheid vor. Die Umsetzung dieser Maßnahme wird nun auf dieser Grundlage weiter vorbereitet.