Bundespräsident übernimmt offiziell den Schlüssel für sein Interimsquartier am Berliner Spreebogen

Neues Bürogebäude für Bundesnutzer an der Elisabeth-Abegg-Straße

Bunte Fassade eines Bürogebäudes

Das Spiel mit Farben und Form prägt das Bürogebäude für Bundesnutzer in Berlin-Mitte (Foto: BBR).

Bonn/Berlin, 25. August 2026. Bereits seit Anfang Juli weht über dem Berliner Spreebogen die Standarte des Bundespräsidenten. Sie ist das Zeichen dafür, dass er hier seinen Amtsgeschäften nachkommt. BImA-Vorstandssprecher Prof. Dr. Alexander von Erdély überreichte nun den symbolischen Schlüssel an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Das Bundespräsidialamt wird das Gebäude als Ausweichstandort nutzen, solange die Sanierungsarbeiten am Schloss Bellevue und dem Verwaltungsgebäude des Bundespräsidialamtes laufen. Es ist damit der erste Nutzer des neuen Bürogebäudes für Bundesnutzer an der Elisabeth-Abegg-Straße.

„Für dieses so gelungene Gebäude, dessen erste Nutzer wir sein dürfen und das so gut zum Amt des Bundespräsidenten passt, möchte ich Ihnen allen, die Sie dieses Werk gemeinsam geschaffen haben, heute von Herzen danken,“  hob Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Ansprache hervor. 

Farbintensiv und ressourcenschonend

Als Bauherrin hat die BImA hat das Gebäude. Die Bauherrenvertretung lag beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Entworfen wurde der Neubau vom Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton, das für seine farbintensive und nachhaltige Architektur bekannt ist. Die Wochenzeitung „Die Zeit" schrieb bereits zum Gebäude, es sei „ein Entwurf, der alle Bedeutungsschwere erstaunlich leicht aussehen lässt" – und lobte die Art, wie schwebende Leichtigkeit und klare Form im Gebäude zusammenfinden. Ein Zeichen für zeitgemäßes, ressourcenschonendes Bauen, das zugleich Maßstäbe setze.

Das Gebäude entstand auf einem rund 4.000 Quadratmeter großen bundeseigenen Grundstück am Moabiter Werder in Berlin-Mitte in unmittelbarer Nähe zum Parlaments- und Regierungsviertel. Die Anforderungen an das Projekt waren hoch: Der Neubau musste repräsentativ und funktional sein, höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen und innerhalb eines engen Zeitrahmens fertiggestellt werden.

Zwei Männer und eine Frau, festlich gekleidet, halten einen symbolischen weißen Schlüssel fest

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nimmt den symbolischen Schlüssel für seinen neuen Amtssitz entgegen (von links): Petra Wesseler (BBR-Präsidentin), BImA-Vorstandssprecher Prof. Dr. Alexander von Erdély, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Ehefrau Elke Büdenbender und Dr. Dörte Dinger, Chefin des Bundespräsidialamt im Range einer Staatssekretärin (Foto: BImA).

Innovative Holz-Hybridbauweise

Das Gebäude wurde in einer innovativen Holz-Hybridbauweise errichtet. Auf einem massiven Sockelgeschoss aus Stahlbeton wurden insgesamt 382 vorgefertigte Holzmodule gestapelt. Dieses Verfahren ermöglichte eine kurze Bauzeit und verleiht dem Gebäude seinen besonderen ökologischen Charakter. Der Neubau erfüllt den Standard eines Energieeffizienzgebäudes Bund 40 und verbraucht damit 60 Prozent weniger Energie als gesetzlich vorgeschrieben. Die Energieversorgung erfolgt unter anderem über Photovoltaik und Fernwärme.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

„Die BImA baut für den Bund – und das bedeutet, in einem gegebenen Zeit- und Kostenrahmen ein Gebäude zu realisieren, das hohe Anforderungen in Bezug auf Technik und Sicherheit erfüllt und gleichzeitig repräsentativ ist. Dass wir dem Bundespräsidenten ein Gebäude übergeben können, das all dies erfüllt, erfüllt mich mit Freude für alle, die dieses Projekt vorangetrieben haben,“ sagte BImA-Vorstandssprecher Prof. Dr. Alexander von Erdély. Wenn das Bundespräsidialamt nach der abgeschlossenen Sanierung zurück in das Schloss Bellevue zieht, wird das Gebäude von anderen Bundesnutzern genutzt werden.