Ein neues Verwaltungs- und Laborgebäude für das Bundesamt für Strahlenschutz
Moderner Ersatzbau in Berlin-Karlshorst übergeben

Das neue Verwaltungs- und Laborgebäude in Berlin-Karlshorst wurde vor kurzem von BBR und BImA an das Bundesamt für Strahlenschutz übergeben (Fotos: BImA).
Bonn/Berlin, 2. Juli 2026. Lise Meitner hätte ihre Freude an dem Neubau in Berlin-Karlshorst gehabt. Lichtdurchflutet, mit einem kunstvoll gestalteten Foyer als zentraler Treffpunkt für die Beschäftigten, stilvolle Möblierung, eine großzügig gestaltete Bibliothek mit angenehmer Arbeitsatmosphäre und praktikabel zugeschnittene Büros. Das neue Büro- und Verwaltungsgebäude mit Labor- und Werkstattbereichen wurde in einer Symbolischen Sekunde vor kurzem von der Bauverwaltung an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und weiter an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) übergeben.
Nach einer Bauzeit von etwa vier Jahren übergab die BImA als Bauherrin und Eigentümerin vor kurzem das Gebäude mit 3.600 Quadratmetern Nutzfläche an das BfS. Bei dem Neubau handelt es sich um ein Ersatzgebäude für das seit 1974 genutzte Verwaltungshochhaus K12. „Ziel war es, durch städtebauliche Prägnanz und eine ortsprägende sowie erinnerungsfähige architektonische Gestalt des Neubaus einen für den Standort identitätsfähigen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen“, so das Projektreferat des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR).
Ein radiologisches Lagezentrum und eine helle Bibliothek

Bei der Unterzeichnung der Übergabeprotokolle: Heiko Körner (Referatsleiter im BBR/Foto v.l.n.r.), Maik Welzel (Projektverantwortlicher der BImA) und Hans-Thomas Damm (Leiter Bau, Liegenschaften und Innerer Dienst im BfS).
Der Wettbewerbsentwurf des Architekturbüros hks aus Erfurt setzte sich schließlich durch: neue Räume für die Präsidentin des BfS, stilvolle Büros, eine Kfz-Unterbringung, ein Servicecenter „Dosimetrie“ zur Kalibrierung von Messinstrumenten, eine dem Hauptgebäude nachempfundene zentrale Energieversorgung, ein Radiologisches Lagezentrum für den Fall eines kerntechnischen Vorfalls sowie eine helle Bibliothek mit einer elektronisch gesteuerten Rollregalanlage. Umgesetzt wurde der Neubau vom BBR in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit der BImA.
Das in nachhaltiger Bauweise errichtete Gebäude wurde Lise Meitner gewidmet
„Eine ressourcen-, energieschonende sowie effiziente Bauweise spiegeln die nachhaltigen Kriterien des neu errichteten Lise-Meitner-Hauses wider“, berichtet Maik Welzel, Projektverantwortlicher der BImA. „So wurden beispielsweise nicht alle Räume mit einer Klimatisierung versehen. Nachts öffnen sich automatisch gesteuerte Fenster zur Abkühlung.“
Die Beschäftigten des BfS wählten mehrheitlich den Namen Lise-Meitner-Haus für den Neubau. Die österreichische Kernphysikerin Lise Meitner bekam für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Kernforschung niemals den Nobelpreis. Demnächst schmückt dafür aber ihr Name das neue Gebäude in Berlin-Karlshorst.

Das Foyer des Neubaus mit der sogenannten Urhütte, dem Kunst am Bau-Projekt in dem neuen Gebäude.
Beschäftigte sollen noch im Juli einziehen
Wie sich Theorie und Praxis in diesem und anderen steuerungsorientierten Fällen vertragen, wird durch ein einjähriges Monitoring überwacht. Damit sind die Neubauprojektbeteiligten dafür gerüstet, jederzeit Fehlstellen lokalisieren und notfalls eingreifen zu können. „Und die dem Nutzer BfS zur Verfügung gestellten Daten aus dem Building Information Modeling (BIM)-Modell eignen sich hervorragend, um das Gebäude zu betreiben und baulich zu unterhalten“, so Maik Welzel. Die Beschäftigten sollen noch im Juli in die neue Arbeitsstätte einziehen.
Wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der gesamten Liegenschaft
Insgesamt ist die Übergabe des Ersatzgebäudes ein wichtiger Meilenstein für die künftige Entwicklung der gesamten Liegenschaft. Denn der derzeit vom BfS genutzte Teil der Liegenschaft wird flächenmäßig verringert. Somit entsteht Potential für eine neue Verwertung – insbesondere durch die BImA.