Einsatztrainingszentren nehmen Gestalt an
Eppingen, Walsrode und Chemnitz feiern Richtfest

Vor einem Jahr war das Baugrundstück in Eppingen noch eine leere Fläche. Heute stehen bereits die Rohbauten für das ETZ (Fotos: BImA).
Bonn/Eppingen/Walsrode/Chemnitz, 7. Juli 2026. Gleich drei Mal Grund zum Feiern: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat in den vergangenen Wochen die Richtfeste für die neuen Einsatztrainingszentren (ETZ) des Zolls in Eppingen, Chemnitz und Walsrode begangen. Alle drei Bauten sind Teil eines bundesweiten Bauprogramms, mit dem die BImA insgesamt elf konzeptionell baugleiche Trainingszentren für die Generalzolldirektion errichtet – seriell geplant, effizient gebaut und nachhaltig konzipiert.
Dass das Programm Fahrt aufgenommen hat, zeigen die Zeitpläne eindrücklich: Weniger als ein Jahr nach der jeweiligen Grundsteinlegung stehen die Rohbauten bereits. In Walsrode ließ es sich im vergangenen Sommer Bundesfinanzminister Lars Klingbeil nicht nehmen, selbst den Grundstein zu legen. In Eppingen war die erste Grundsteinlegung des gesamten Bauprogramms im Juli 2025 das Startsignal, Chemnitz folgte im vergangenen September.

Das Richtfest ist auf der Baustelle gute Tradition – natürlich mit einem Richtkranz wie hier in Walsrode.
Die Einsatztrainingszentren folgen einem einheitlichen Konzept und umfassen jeweils drei zentrale Bausteine: ein Einsatztrainingsgebäude, eine Raumschießanlage sowie eine Zwei-Feld-Sporthalle. Auf rund 13.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entstehen Anlagen, in denen Zollbeamtinnen und Zollbeamte künftig unter realitätsnahen Bedingungen auf vielfältige Einsatzlagen vorbereitet werden – von simulierten Wohn- und Gastronomieflächen bis hin zu Kfz-Hallen. „Der Schlüssel zur Rekordgeschwindigkeit des bundesweiten Bauprogramms in acht Bundesländern mit einer je eigenen Bauordnung ist der serielle Ansatz mit einem zentralen Projektmanagement. In Planung und Bau nutzt die BImA hier gezielt Synergieeffekte,“ hebt Florian Wiegand als Gesamtprojektverantwortlicher der BImA hervor.
Schnell und wirtschaftlich
Beim Richtfest in Eppingen würdigte die dort zuständige BImA-Projektverantwortliche Beate Kramer die Leistung aller Beteiligten: „Ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht durch Einzelleistungen, sondern durch Teamarbeit. Das Richtfest zu Ehren der Handwerker ist deshalb vor allem ein Dank an die vielen Menschen, die mit ihrem Fachwissen und ihrem Einsatz täglich zum Gelingen beitragen."
„Mit dem Richtfest in Walsrode erreichen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserem bundesweiten Bauprogramm für den Zoll. Es zeigt, dass serielles Bauen nicht nur schneller und wirtschaftlicher ist – es funktioniert auch in der Praxis. Darauf sind wir stolz“, sagt Monique Pundt, die bei der BImA für das Projekt in Walsrode verantwortlich ist. Antje Kalbe, bei der BImA für den Bau in Chemnitz zuständig, ergänzt: „Die BImA unterstreicht zudem ihre Vorbildfunktion im Hinblick auf energieeffizientes und klimagerechtes Bauen auf Bundesebene.“

Im August 2025 ließ es sich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (Mitte), in dessen Ressort neben der BImA auch der Zoll fällt, nicht nehmen, selbst den Grundstein in Walsrode zu legen.
Erste Ausbauarbeiten laufen bereits
Der Blick auf die Baustellen zeigt, wie weit die Projekte bereits fortgeschritten sind. In Eppingen, Chemnitz und Walsrode laufen unter anderem die Montage der nachhaltigen Strohbauelemente im Einsatztrainingsgebäude, die Installation der Deckenverkleidungen mit Spezialpanzerplatten in der Raumschießanlage sowie die Ausbauarbeiten in der Sporthalle auf Hochtouren. Parallel werden die Außenanlagen vorbereitet. In den kommenden Monaten folgen der technische und der Innenausbau sowie die Fertigstellung der Außenanlagen – darunter die Installation der Trainings- und Schießtechnik sowie umfangreiche Bepflanzungen.

Auch in Chemnitz ist bereits gut erkennbar, wie das Einsatztrainingszentrum aussehen wird.
Die Fertigstellung und Übergabe aller drei Standorte an die Generalzolldirektion sind 2027 geplant. Weitere Einsatztrainingszentren entstehen in den kommenden Jahren in Beckum, Garching, Griesheim, Heiligenhaus, Kümmersbruck, Neumünster und Königs Wusterhausen sowie in Immendingen an der Schweizer Grenze.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://etz-serie.bundesimmobilien.de/.