Einsatztrainingszentrum für den Zoll in Beckum

Richtfest nach nur acht Monaten

Visualisierung eines modernen Trainingszentrum in naturfarbener Fassade

So oder so ähnlich soll das Einsatztrainingszentrum (ETZ) des Zolls in Beckum einmal aussehen, wenn es komplett fertig ist (Visualisierung: POMMES PartGmbH).

Bonn/Beckum29Mai 2026Acht Monate nach dem ersten Spatenstich ist der Rohbau fertig: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat in Beckum das Richtfest für das neue Einsatz- und Trainingszentrum (ETZ) des Zolls gefeiert – gemeinsam mit dem Bauunternehmen Goldbeck und weiteren Partnern. Künftig werden Zollbeamtinnen und -beamte hier unter modernen Bedingungen trainieren und sich so optimal auf ihren Dienst vorbereiten können.

Das Trainingszentrum umfasst drei zentrale Bausteine: ein Einsatztrainingsgebäude, eine Raumschießanlage sowie eine Zwei-Feld-Sporthalle. Trainiert wird in sehr realitätsnahen Szenarien – etwa in simulierten Wohn- und Gastronomieflächen oder Kfz-Hallen. Wie alle Standorte des bundesweiten Bauprogramms wird auch das ETZ in Beckum nach einem einheitlichen, durchdachten Konzept errichtet. Wesentliche Bauelemente werden dafür industriell vorgefertigt und anschließend vor Ort montiert. Das verkürzt die Bauzeit und senkt gleichzeitig die Kosten.

Zwei Männer halten eine Rede vor dem Schild "Goldbeck"

Hielten ein Grußwort beim Richtfest in Beckum: Felix Brümmer (Foto rechts), Abteilungsleiter bei DOFM bei der BImA, und Arnd Hilwig, Leiter des Hauptzollamts Bielefeld.

Serielles Bauen als Erfolgskonzept

„Vor acht Monaten haben wir hier gemeinsam die Erwartungen formuliert – und heute sehen wir: Sie haben sich vollständig erfüllt. Der Rohbau steht, das Projekt liegt im Zeitplan, und schon bald können sich Zöllnerinnen und Zöllner in diesem Zentrum auf anspruchsvolle Einsätze vorbereiten. Das zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen", sagt Felix Brümmer, Abteilungsleiter Dienstliegenschaften/Baumanagement bei der BImA.



Gruppenfoto mehrerer Personen in Baukleidung

Ein Gruppenfoto beim Richtfest: Alle am Projektbeteiligten von der BImA, dem Zoll, PD – Berater der öffentlichen Hand, Loupz GmbH & Co. KG und Goldbeck (Fotos: Judith Sieben/BImA).

Schwerpunkt Nachhaltigkeit

Das deutschlandweite Bauprogramm setzt klare Schwerpunkte auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Gebäude erfüllen den EGB-40-Standard sowie den Silber-Standard des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB). Eine ganzheitliche Photovoltaik-Lösung – auf Dächern, Fassaden und Solar-Carports – versorgt die Gebäude mit Energie; im Jahresschnitt speisen die Anlagen sogar Strom ins öffentliche Netz ein. Die Innenwände bestehen aus vorgefertigten Modulen aus gepresstem Stroh – ein nachhaltiger Ersatz für energieaufwändig hergestellte Gipskartonplatten. Begrünte Dächer und Fassaden verbessern das Mikroklima und fördern die Regenwasserversickerung. In den Außenanlagen entstehen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen – etwa durch Nist- und Fledermauskästen.

Insgesamt befinden sich bereits sechs weitere ETZ-Standorte im Bau und liegen im Zeitplan: Eppingen (Baden-Württemberg), Heiligenhaus (Nordrhein-Westfalen), Kümmersbruck (Bayern), Chemnitz (Sachsen), Königs Wusterhausen (Brandenburg) und Walsrode (Niedersachsen). An vier weiteren Standorten in Garching (Bayern), Griesheim (Hessen), Immendingen (Baden-Württemberg) und Neumünster (Schleswig-Holstein) finden derzeit bauvorbereitende Maßnahmen statt. Weitere Informationen zum Bauprogramm finden Sie hier: https://etz-serie.bundesimmobilien.de/.