Nachhaltiger Erweiterungsbau für das Bundesumweltministerium soll 2029 fertig werden

BImA schließt Baulücke in Berlin-Mitte

Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des Bundesumweltministeriums in Berlin.

Brachten gemeinsam die Zeitkapsel bei der Grundsteinlegung im Neubau für das BMUKN ein (von links): Alexander von Erdély (Vorstandssprecher der BImA), Jochen Flasbarth (Staatssekretär im BMUKN), Petra Wesseler (BBR-Präsidentin) und Julian Weyer (Architekt bei C.F. Møller Architects) (Foto: Josephin Kaminski/BBR).

Bonn/Berlin, 17. September 2026. Auf einem rund 12.500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Stresemannstraße, Erna-Berger-Straße und Niederkirchnerstraße in Berlin-Mitte baut die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigentümerin und Bauherrin einen Erweiterungsbau für das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Die BImA schafft in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) künftig etwa 1.200 Arbeitsplätze und unter anderem einen Konferenzbereich sowie eine Bibliothek. 

„Mit dem Neubau für das BMUKN werden attraktive Räume für das Ministerium und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen, in denen man sicherlich gerne arbeiten wird“, sagte BImA-Vorstandssprecher Alexander von Erdély am Mittwoch beim Festakt der Grundsteinlegung. Der Erweiterungsbau wird nach dem Entwurf des dänischen Architekturbüros C.F. Møller Architects mit C.F. Møller Landscape mit einer Nutzfläche von circa 31.500 Quadratmetern errichtet. Für die Beschäftigten ist neben dem Konferenzbereich und der Bibliothek auch eine öffentliche Kantine mit Cafeteria geplant.

„Open Spaces“ schaffen Flexibilität

So soll der Erweiterungsbau für das Bundesumweltministerium zwischen Stresemannstraße, Erna-Berger-Straße und Niederkirchnerstraße in Berlin-Mitte einmal aussehen.

So soll der Erweiterungsbau für das Bundesumweltministerium zwischen Stresemannstraße, Erna-Berger-Straße und Niederkirchnerstraße in Berlin-Mitte einmal aussehen (Visualisierung: C.F. Møller Architects).

Die Projektkosten von rund 400 Millionen Euro beinhalten bereits mögliche Baupreissteigerungen. Nach der Fertigstellung, die voraussichtlich bis 2029 erfolgt, wird die BImA den Erweiterungsbau im Rahmen des Einheitlichen Liegenschaftsmanagements an das Ressort vermieten sowie Verwaltung und Betrieb der Immobilie übernehmen. Auch ein nachhaltiges Bürokonzept haben die Planer berücksichtigt: So soll durch eine flexible Flächennutzung auf künftige organisatorische Veränderungen reagiert werden, somit wird ein Teil der Flächen als „Open Space“ konzipiert.

Wiederverwendbare Rohstoffe werden eingesetzt

Der Erweiterungsbau in Holzhybrid-Bauweise erweitert das bestehende Gebäude-Ensemble des BMUKN in östlicher Richtung und erfüllt höchste Ansprüche an Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Nachwachsende und wiederverwendbare Rohstoffe wie Lehm, Holz und Recycling-Beton werden eingesetzt. Im Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ist eine Zertifizierung in Gold angestrebt. Für einen besonders energieeffizienten Betrieb sind große Photovoltaik-Flächen auf dem Dach und fassadenintegrierte Photovoltaik-Paneele vorgesehen. Neben Fernwärme soll auch Geothermie genutzt werden.