Richtfest für Erweiterungsbau beim Auswärtigen Amt in Berlin
Meilenstein für die Dienstgebäude an der Kurstraße

Den erreichten Meilenstein würdigten (von links) Architekt Volker Kurrle von Harris + Kurrle Architekten, BImA-Vorstandssprecher Alexander von Erdély, BBR-Präsidentin Petra Wesseler und Bernhard Kotsch, Staatssekretär im Auswärtigen Amt (Foto: BBR/Aloms).
Bonn/Berlin, 13. Oktober 2026. Für den ersten Bauabschnitt der umfangreichen Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Auswärtigen Amt wurde jetzt Richtfest gefeiert. Die Baumaßnahmen im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und unter der Leitung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) am Standort Kurstraße 33 schließen das Liegenschaftskonzept für den Berliner Dienstsitz ab.
Das aus den 1970er-Jahren stammende Gebäude, das sich auf der Liegenschaft des Auswärtigen Amts in Berlin-Mitte über die Kurstraße 33-35 und Kleine Kurstraße 1-2 erstreckt, wird grundlegend umgebaut und erweitert. Aus wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Gründen wird künftig der Raumbedarf am ersten Dienstsitz am Werderschen Markt konzentriert. Beim Richtfest für den ersten Bauabschnitt würdigten Bernhard Kotsch, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, BImA-Vorstandsprecher Alexander von Erdély, Volker Kurrle von Harris + Kurrle Architekten sowie BBR-Präsidentin Petra Wesseler das komplexe Bauvorhaben in ihren Grußworten.
Umfangreiche Erweiterungen des Gebäudekomplexes
Die Baumaßnahmen umfassen insgesamt die Entkernung und den umfangreichen Umbau des Bestandsgebäudes sowie die Errichtung mehrerer Erweiterungsbauten innerhalb des Blocks zwischen Kurstraße, Kleiner Kurstraße und Oberwasserstraße. Der Gebäudekomplex wird künftig Büro- und Verwaltungsräume, einen Konferenzbereich, eine Post- und Kurierstelle sowie Dienstwohnungen beherbergen.

Falk Tüntzsch, Polier bei Hentschke Bau, brachte den traditionellen Richtspruch aus (Foto: BBR/Aloms).
Der nun im Rohbau fertiggestellte erste Bauabschnitt markiert den Beginn der Fassaden- und Ausbauarbeiten und beinhaltet die Gebäudeteile entlang der Oberwasserstraße und der Kleinen Kurstraße. Bis Herbst 2027 folgen der zweite und dritte Bauabschnitt entlang der Kurstraße und damit der Anschluss an das benachbarte ehemalige Reichsbankgebäude in Nutzung des Auswärtigen Amts. Mit Fertigstellung der Rohbauabschnitte beginnen auch dort schrittweise die Fassaden- und Ausbauarbeiten sowie die komplexe Einbindung in die technische Infrastruktur der Gesamtliegenschaft.
Klinkermauerwerk soll Fassade vereinheitlichen
Aus dem Planungswettbewerb für die Kurstraße 33 ging das Stuttgarter Büro Harris + Kurrle Architekten BDA als Sieger hervor. Nach dessen Entwurf erhalten die Bestandsgebäude am südlichen Ende der Liegenschaft zur Kurstraße und zur Kleinen Kurstraße eine einheitliche Fassade aus Klinkermauerwerk. Das Bestandsgebäude entlang der Kurstraße wird zudem hofseitig deutlich erweitert. Durch Stärkung des Blockrandes und die flacheren Neubauten im Hof werden die vielseitigen Nutzungen funktional in einer städtebaulich einfachen Gesamtfigur untergebracht.

Blick in den Hof der Baustelle mit erweiterter Randbebauung und mehreren Neubauten (Foto: Alexander Ludwig Obst/Marion Schmieding).
Nach vorbereitenden Maßnahmen ab 2021 folgten im Frühjahr 2022 die Einrichtung der Baustelle sowie umfangreiche Abbrucharbeiten und Schadstoffentsorgungen an der Kurstraße und Kleinen Kurstraße. Fertigstellung und Übergabe der Baumaßnahme sind für 2030 vorgesehen.
Die Ergebnisse von drei zwischen 2022 und 2023 vom BBR im Auftrag der BImA durchgeführte Kunst-am-Bau-Wettbewerbe werden die Gebäude ebenfalls bereichern: „same here ...“ von Josefine Günschel für den Kunststandort Kreuzstraße, die Arbeit „air“ von Albert Weis für den Kunststandort Sprengturm sowie der Entwurf „TIMES“ von Maik Seidel für das Foyer des im Umbau befindlichen Bestandsgebäudes in der Kurstraße wurden jeweils mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie beim BBR.