Spatenstich für 64 bezahlbare Wohnungen in Bonn
Bauprojekt der BImA an der Arminiusstraße

Gemeinsamer Spatenstich in Bonn: (von links) Peter Hanf, Aufsichtsrat Max Bögl Modulbau AG, Annette Boderke, Gruppenleiterin NRW Max Bögl Modulbau AG, Guido Déus, Oberbürgermeister Stadt Bonn, Axel Kolfenbach, Leiter des BImA-Geschäftsbereichs Portfoliomanagement, Anja Walther, Hauptstellenleiterin Portfoliomanagement der zuständigen BImA-Direktion Dortmund, Dieter Ströhmann, Bereichsleiter Köln Max Bögl Modulbau AG und Christopher Haubrich, Projektleiter der BImA für das Bauvorhaben Arminiusstraße (Foto: BImA).
Bonn, 17. September 2026. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) schafft im Rahmen der gemeinsamen Wohnraumoffensive von Bund, Ländern und Kommunen in ganz Deutschland bezahlbaren Wohnraum – auch in Bonn. Auf dem Areal an der Arminiusstraße in Bonn-Castell entstehen in den kommenden Jahren insgesamt 160 Wohnungen. Jetzt feierte die Bundesanstalt den Spatenstich für den ersten Bauabschnitt mit vier Wohngebäuden und 64 Wohnungen. Durch serielle und modulare Bauweise können diese schon im Frühjahr 2028 bezogen werden.
Die mietpreisgedämpften Wohnungen werden zunächst Bundesbediensteten angeboten und gehen danach zu den gleichen Konditionen auf den freien Markt. „Wir schaffen hier echte Lebensqualität in einem autofreien und modernen Wohnquartier samt Dachbegrünung und mit einem ausgeklügelten Mobility Hub“, sagte Axel Kolfenbach, Leiter des BImA-Geschäftsbereichs Portfoliomanagement, anlässlich des Spatenstichs. „Seit einigen Jahren unterstützen wir die Schaffung von Wohnraum bundesweit durch vielfältige Bauprojekte, vor allem in Ballungsräumen. Auch hier in Bonn entsteht zeitgemäßer Wohnraum, der dazu beiträgt, den angespannten Markt zu entlasten.“
Enge Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn
Die Realisierung des Projekts ist das Ergebnis einer engen und vertrauensvollen Partnerschaft zwischen der BImA und der Stadt Bonn. Mit dem Start der Wohnraumoffensive des Bundes intensivierte sich der regelmäßige Austausch mit dem Stadtplanungsamt. Beide Partner verfolgen das gemeinsame Ziel, die Fläche mit ihrem hohen Entwicklungspotenzial bestmöglich zu nutzen. Sichtbares Ergebnis dieser Zusammenarbeit war der städtebauliche Wettbewerb im Jahr 2021 für die gesamte Liegenschaft Arminiusstraße Süd und Nord. Nach dem Abriss der Bestandsgebäude wurde anschließend das Baurecht für ein Quartier entwickelt, das sich harmonisch in den Behördenstandort Bonn-Castell einfügt und den städtebaulichen Anforderungen der Bundesstadt gerecht wird.
„Die Partnerschaft zwischen der Stadt Bonn und der BImA zeigt, wie wichtig konstruktive Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Wohnungskrise ist. Mit dem Wohnquartier an der Arminiusstraße schaffen wir dringend benötigte Wohnungen und ein Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung. Diese enge Kooperation zwischen Bund und Kommune trägt dazu bei, den Wohnungsmangel in Bonn zu reduzieren“, betont Guido Déus, Oberbürgermeister der Stadt Bonn.

An der Bonner Arminiusstraße entsteht nachhaltiger Wohnraum mit viel Grün (Visualisierung: PZWO Architektur/Max Bögl Modulbau AG).
Wohnungen in verschiedenen Größen
Nach Abschluss des städtebaulichen Wettbewerbs erfolgte im November 2025 mit der Beauftragung der Max Bögl Modulbau AG aus Neumarkt in der Oberpfalz der Startschuss für das Projekt. Das Unternehmen setzt zur Fertigung der Module zertifizierten Umweltbeton ein. Es entsteht ein Wohnungsmix aus Ein- bis Dreizimmerwohnungen in Größen zwischen 36 und 84 Quadratmetern. Das Mobility Hub beschreibt ein dreigeschossiges Hubsystem, über das 34 Pkw platzsparend abgestellt und jeweils elektrisch geladen werden können. Außerdem gibt es ausreichend Abstell- und Lademöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder. Die Flachdächer der Gebäude erhalten eine extensive Dachbegrünung und werden mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet.
Nach derzeitigem Stand rechnet die BImA damit, dass die 64 Wohnungen des ersten Bauabschnitts im südlichen Teil der Liegenschaft an der Arminiusstraße bereits im Frühjahr 2028 bezugsfertig sind. Die serielle Modulbauweise ermöglicht derart verkürzte Bauzeiten: Im Werk werden die Raum-Module witterungsunabhängig vorgefertigt, zur Baustelle transportiert und dort mithilfe eines Krans montiert. „Die BImA hat in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen mit dieser Bauweise gemacht. Unter anderem wird dadurch die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner durch Baulärm und Staub verringert. Das ist auch ein wichtiger Aspekt für uns“, ergänzt Anja Walther, Leiterin der zuständigen Hauptstelle Dortmund des Geschäftsbereichs Portfoliomanagement der BImA.