Vorübergehende Sperrung des Parks Carstanjen im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg

Anhaltende Trockenheit erhöht Astbruchgefahr

Blick in den sonst öffentlich zugänglichen Park mit dem Haus Carstanjen im Hintergrund in Bonn-Bad Godesberg.

Blick in den sonst öffentlich zugänglichen Park mit dem Haus Carstanjen im Hintergrund im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg (Foto: BImA).

Bonn, 10. Juli 2026. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) sperrt den Park Carstanjen in Bonn vorübergehend für Besucherinnen und Besucher. Grund ist die anhaltende Trockenheit, die zu einer erhöhten Gefahr durch Astbruch und herabfallende Äste führt. Die Sicherheit der Parkbesucherinnen und -besucher hat für die BImA oberste Priorität.

Der Baumbestand im Park Carstanjen steht unter erheblichem Stress. Die anhaltende Trockenheit führt dazu, dass Äste austrocknen, spröde werden und ohne Vorwarnung abbrechen können. Trotz regelmäßiger Bewässerung lässt sich diese Gefahr derzeit nicht ausreichend mindern.

Trockenheit und Pilzbefall belasten den alten Baumbestand

Erschwerend kommt hinzu, dass ein erheblicher Teil des Baumbestands vom Wurzelpilz Hallimasch befallen ist. Dieser Pilz breitet sich im Boden aus, befällt die Baumwurzeln und schränkt deren Fähigkeit zur Wasseraufnahme dauerhaft ein. Selbst intensives Gießen kann den betroffenen Bäumen daher nur begrenzt helfen: Die Wurzeln sind nicht mehr in der Lage, das Wasser in ausreichendem Maß aufzunehmen und in die Krone weiterzuleiten. Eine chemische Bekämpfung des Hallimasch ist nicht möglich; die BImA setzt daher seit mehreren Jahren auf den Einsatz eines Bodenaktivators, der das Bodenleben und das Wurzelwachstum fördert.

An vielen Bäumen sind Schäden deutlich zu sehen

An vielen Bäumen sind Schäden deutlich zu sehen (Foto: Forstbetrieb Herter GmbH).

Notwendigkeit wird fortlaufend überprüft

Die Entscheidung zur Sperrung erfolgte im Nachgang von Baumkontrollen sowie Arbeiten zur Entfernung trockener Äste. Die BImA kommt damit ihrer Verkehrssicherungspflicht nach. Die Haupteingänge sind bereits abgesperrt, rheinseitig war dies aufgrund des hohen Aufwandes bis zum heutigen Freitag noch nicht überall möglich. Es wurden Warnschilder angebracht und die Absperrung erfolgt in den kommenden Tagen. Die BImA bittet darum, den Park auch von der Rheinseite aus nicht zu betreten. Die Sperrung ist vorübergehend und die BImA überprüft diese fortlaufend. Sobald die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gewährleistet werden kann, wird der Park wieder geöffnet. Die BImA setzt die Maßnahmen zur Baumpflege – wie etwa das regelmäßige Gießen – selbstverständlich fort.